#notentwaste ist auch in Graubünden angekommen!

Wir freuen uns, euch im Rahmen unserer Blogeinträge diese Woche vom erfolgreichen #notentwaste Sommer zu berichten. Gemeinsam mit den Organisationen Be Aware And Share, Verein Fair und Stand Up For Refugees (alle zusammen gehören wir zum Dachverband der freiwilligen humanitären Hilfe Schweiz "Dahumas") haben in diesem Sommer 2019 an vier Openairs unzählige liegen gebliebene Mätteli, Zelte und Blachen gesammelt. Vielleicht habt ihr im einen oder anderen Medienbericht oder über die Social Media Profile der Organisationen oder #notentwaste davon erfahren... In diesem Beitrag berichten die beiden #notentwaste Verantwortlichen fürs Openair Lumnezia Lisa und Angelina von ihren Erfahrungen.


Es war das erste Mal für #notentwaste am Openair Lumnezia. Direkt beim Eingang durften wir die Festivalbesucher*innen abfangen, anquatschen und sie mit unseren Stempeln für uns gewinnen. «Schwörsch, dass du am Endi vom Festival ALL dis züüg wieder mitnimsch und nüt lahsch la lige – oder das es üs abgisch?» - «i schwörä!» - und dann gab’s einen fetten Stempel auf den Oberschenkel, auf die Wange, auf den Rücken oder den Arm. So, dass sich das richtig «einbrennt» und sie sich auch noch am Sonntag morgen mit üblem Kater daranhalten würden.

Auch er hat geschworen, seine Campingmaterialien wieder mitzunehmen oder uns abzugeben…

Auch er hat geschworen, seine Campingmaterialien wieder mitzunehmen oder uns abzugeben…

Für #notentwaste waren acht freiwillige Helferinnen voll im Einsatz. Gar nicht so ganz ohne, immer präsent zu sein, die Leute zu überzeugen etwas zu tun, dass sie vorher vielleicht anders gemacht hätten. Grundsätzlich kamen wir sehr gut an. Am Sonntag sprachen wir mit Robert, dem Chef des Entsorgungsunternehmens, welches schon jahrelang am Sonntagmittag nach dem Festival 50 Leute aufs Gelände schickt und alles Zurückgelassene an Campingmaterialien und Abfall zusammenräumt. Robert, der mit seinem geschulten und erfahrenen Auge übers Gelände schaute, sagte mit lobenden Worten, dass er dieses Jahr tatsächlich weniger Zelte auf dem Gelände sieht - das ist ein Kompliment!

Da das weitläufige Gelände nicht gut mit unseren Vans befahren werden konnte, wurden diese kleinen Leiterwagen zur Hilfe genommen.

Da das weitläufige Gelände nicht gut mit unseren Vans befahren werden konnte, wurden diese kleinen Leiterwagen zur Hilfe genommen.

Hier also die Fakten: Wir sammelten insgesamt 100 Zelte, 230 Planen, 15 Schlafsäcke und 20 Matten. Leider regnete es zwischendurch in Strömen. Das Material war nass und schwer. Wir mussten am nächsten Tag Leute zusammentrudeln, damit wir in der grossen Halle und auf der Schützenmatte in Bern das gesammelte Material putzen und trocknen konnten. Das war ein Krampf. Alles in allem hat es sich aber gelohnt. Wir danken allen Beteiligten: Openair Lumnezia, REFY, Verein Fair, SUFR, Tankstelle Nidau, Grosse Halle, Platzkultur, BAAS, KUNE und DAHUMAS.

Das glückliche Team vom Lumnezia kurz vor der Abfahrt mit den vollbepackten Vans.

Das glückliche Team vom Lumnezia kurz vor der Abfahrt mit den vollbepackten Vans.

Die ausgelegten Zelte und Blachen in der grossen Halle in Bern. Das war wirklich ein Krampf…

Die ausgelegten Zelte und Blachen in der grossen Halle in Bern. Das war wirklich ein Krampf…

Den Beitrag auf RTR zum Openair Lumnezia findet ihr hier. Ab Minute 9 handelt der Beitrag vom Abfallproblem am Festival und von der Arbeit von #notentwaste.